T-Mobile startet Multimedia-Messaging

Die Telekom-Tochter bietet ab dem 1. Juli als zweiter deutscher Provider Multimedia-Messaging an.

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Von
  • Matthias Göbel

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile startet ab dem 1. Juli den Multimedia Messaging Service und ist somit nach Vodafone der zweite Provider in Deutschland, der MMS anbietet. Mit dem neuen Dienst lassen sich Texte in Verbindung mit multimedialen Inhalten -- zum Beispiel Fotos, Tonsequenzen, persönliche Sprachaufzeichnungen oder animierte Grafiken -- zusammenstellen und mobil übertragen. Bis Ende Juli will der Provider den neuen Multimedia-Dienst kostenlos anbieten.

Voraussetzung für den Versand multimedialer Nachrichten sind Handys, die MMS unterstützen. Zum Start des Dienstes bietet T-Mobile zusammen mit einem Zweijahresvertrag das MMS-fähige Sony Ericsson T68i zum Preis von 299,95 Euro an. Als Zubehör ist die Communicam MCA-20 erhältlich, eine kleine aufsteckbare Digitalkamera. Damit können MMS-Nutzer ein Foto zu einem anderen MMS-fähigen Gerät oder einer E-Mail-Adresse schicken. Übertragen werden die Daten via GPRS (General Packet Radio Service). Eine separate Anmeldung ist anders als bei Vodafone nicht erforderlich. Sobald die erste Nachricht verschickt wird, ist der Kunde automatisch für den MMS-Empfang freigeschaltet.

Nach der kostenlosen Test-Phase werden die multimedialen Botschaften nach dem Umfang der ĂĽbertragenen Daten, gestaffelt nach Volumenklassen, abgerechnet. In der EinfĂĽhrungsphase bis zum 31. Oktober 2002 bietet T-Mobile zwei Volumenklassen an. Der Versand einer MMS mit einem Volumen von bis zu 30 Kilobyte kostet 0,39 Euro und eine Nachricht von bis zu 100 Kilobyte wird mit 0,99 Euro berechnet.

Allerdings funktioniert MMS bei T-Mobile nicht netzübergreifend -- eine MMS aus dem D1-Netz ins Vodafone-Netz kommt nur als SMS zusammen mit einem Internetlink an. Im Ausland können Kunden MMS-Nachrichten senden und empfangen, allerdings nur dort, wo GPRS-Roaming möglich ist.

Zusätzlich zu dem MMS-Angebot bietet T-Mobile sogenannte M-Cards als vorgefertigte multimediale Grußkarten an. Diese Art des Grüßens ist allerdings ein teures Vergnügen: Der Provider bittet die Kunden mit mindestens 1,99 Euro für eine Karte kräftig zur Kasse. (mgo)