US-Carrier Sprint wegen E-Mail-Spam verklagt

Dem US-Telekommunikationskonzern Sprint steht in Utah ein Verfahren wegen des Versendens von E-Mail-Spam ins Haus.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Dem US-Telekommunikationskonzern Sprint steht in den Vereinigten Staaten ein Verfahren wegen des Versendens von E-Mail-Spam ins Haus. In einer Sammelklage, die beim Bezirksgericht von Salt Lake City im US-Bundestaat Utah eingereicht wurde, wird Sprint vorgeworfen, gegen das Anti-Spam-Gesetz des Bundesstaates verstoßen zu haben. Utah verlangt vom Versender einer Werbe-Mail, dass er diese mit gültigen Kontaktdaten (Name, Postanschrift, E-Mail-Rückadresse) versieht, eine Möglichkeit zur Blockade künftiger Werbebotschaften anbietet und dass die Betreffzeile die Kennung ADV für Werbung (ADVertisement) enthält.

Sollte Sprint wegen Verstöße gegen das Anfang Mai in Kraft getretene Anti-Spam-Gesetz verurteilt werden, drohen dem einstigen Partner der Deutschen Telekom deftige Strafen: Für jede Zuwiderhandlung müsste das angeblich mit Liquiditätsproblemen kämpfende Unternehmen zehn US-Dollar berappen. Nach Einschätzung von Insidern hat Sprint seit Mai mindestens 1,4 Millionen solcher Werbe-E-Mails verschickt. "Geld ist aber nicht die treibende Kraft hinter den Klagen", versicherte Anwalt Denver Snuffer gegenüber der Salt Lake Tribune. "Uns geht es vielmehr darum, dass die Unternehmen endlich begreifen, dass Werbe-Mails eine Belästigung für uns Büger sind." (pmz)