Schweizer Börse verwarnt Logitech

Die Schweizer Börse SWX hat das dort gelistete Unternehmen Logitech wegen Verletzung der Veröffentlichungspflichten gerügt.

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Von
  • Torge Löding

Die Schweizer Börse SWX hat das dort gelistete Unternehmen Logitech gerügt. Unternehmenshauptsitz ist mittlerweile in Fremont, Kalifornien, gegründet wurde die Firma im Schweizer Apples.

Hintergrund der Rüge ist der Geschäftsbericht über das dritte Quartal 2001, den das Unternehmen am 22. Januar 2001 einzelnen Medien während der Handelszeit an der Börse zugestellt hatte -- allerdings mit Sperrvermerk zur Veröffentlichung erst nach Handelsschluss um 17:30 Uhr. Der Börse selbst habe Logitech die Mitteilung nicht vor 17:34 Uhr zugestellt; darin sieht die SWX eine Verletzung der Verpflichtung zur gleichzeitigen Information durch börsennotierte Unternehmen bei Nachrichten, die den Kursverlauf beeinflussen können. Die Quartalszahlen von Logitech lagen im dritten Quartal 2001 deutlich über den Erwartungen, damit waren sie relevant für den Aktienkurs.

Logitech-Sprecher Gregor Bielar bezeichnete den Vorgang als einen "Lapsus". Gegenüber heise online sagte er: "Es stimmt, der Verteiler von Logitech war am 22. Januar 2002 nicht vollständig. Das war aber keine böse Absicht. Es bestand keine Manipulationsabsicht. Wir mußten ja auch keine Zahl in der Bilanz korrigieren oder dergleichen." Der Fall ist für ihn abgeschlossen. Er sieht dahinter eher eine Kampagne böswilliger Konkurrenten. Logitech habe 15 Quartale in Folge gute Ergebnisse präsentiert und sich stets um seine Aktionäre bemüht. (tol)