Fujitsu-Siemens sucht Partner für Sömmerda-Werk
Kommt keine Kooperation zustande, droht in wenigen Monaten Stellenabbau.
Fujitsu-Siemens sucht für sein Werk in Sömmerda einen Partner. Damit solle eine kontinuierlichere und effizientere Auslastung des Thüringer Werkes erreicht werden, sagte Unternehmenssprecherin Barbara Schädler am Freitag. Die Thüringer Allgemeine hatte am selben Tag berichtet, dass wegen der mangelnden Auslastung die meisten der 650 Mitarbeiter seit Monaten in Kurzarbeit sind. Laut Schädler gibt es momentan in Sömmerda keine Kurzarbeit. Man sei voll im Weihnachtsgeschäft. Das Werk kann nach Angaben von Schädler pro Jahr über zwei Millionen Computer produzieren.
Allerdings sei die Auslastung des Werkes Schwankungen unterworfen. In diesem Jahr sei schon kurzgearbeitet worden. "Wir gehen davon aus, dass wir einen Partner finden, der die Kapazitäten mitnutzen kann. Über Umstrukturierung, Personalabbau oder Verlagerung von Kapazitäten werden wir uns Gedanken machen, wenn kein Partner gefunden wird." Fujitsu-Siemens sei zuversichtlich, das Problem zu lösen. Laut Zeitung drohen Umstrukturierungen, sollte in vier bis fünf Monaten kein Partner gefunden worden sein.
Konzernchef Adrian von Hammerstein hatte an diesem Mittwoch in Augsburg bekannt gegeben, dass Fujitsu-Siemens durch hohe Restrukturierungskosten wieder in die roten Zahlen gerutscht sei. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2002/2003 sei ein Verlust vor Steuern von 21 Millionen Euro entstanden gegenüber einem Gewinn von 4 Millionen Euro im Vorjahr. Wegen der anhaltend schwachen Marktlage sollen bis März 2003 noch 100 der derzeit rund 7600 Arbeitsplätze abgebaut werden. (dpa) / (tol)