WorldCom International brechen die Verkäufe weg [Update]
Der europäische Arm des insolventen US-amerikanischen Telecom-Unternehmens verzeichnet seit dem Insolvenzantrag der Mutter 50 Prozent weniger Verkäufe.
WorldCom International, der europäische Arm des US-amerikanischen Telecom-Unternehmens, verzeichnet seit dem Insolvenzantrag der Mutter 50 Prozent weniger Verkäufe. Dies sagte Lucy Woods, CEO von WorldCom International, laut der Financial Times in einer Besprechung mit langgedienten Mitarbeitern. Es sei zwar normal, dass die Verkäufe in den Monaten Juli und August nachließen, aber bislang sei dies noch nie in dieser Größenordnung geschehen. Dennoch habe das Unternehmen neue Kunden hinzugewinnen können.
Woods glaubt demnach, dass die bisherigen Kunden sich einfach nur ruhig verhielten und die Entwicklung des Konzerns abwarten wĂĽrden. Trotz des Umsatzschwundes werde WorlCom International im Juli vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ein positives Ergebnis erreichen.
Laut des Zeitungsberichts soll es einige Interessenten für Teile des internationalen Bereichs bei WorldCom geben, so zum Beispiel die British Telecom. Bislang hatte Lucy Woods dementiert, dass auch nur Teile ihres Unternehmens zum Verkauf stünden. In der Mitarbeiterkonferenz soll sie dies aber nun nicht mehr ausgeschlossen haben. WorldComs Gläubiger würden darüber in den kommenden zwei Wochen entscheiden. Allerdings bleibt sie bei ihrer Darstellung, Entlassungen von bis zu 50 Prozent der Belegschaft seien lediglich Gerüchte. (anw)