Traditionskaufhaus Ludwig Beck gibt Online-Tochter auf

Nach dem Aus fĂĽr die Tochter ludwigbeck-online ist die Zukunft des Internet- und Versandhandels beim MĂĽnchner Traditionskaufhaus Ludwig Beck offen.

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  • dpa

Nach dem Aus für die Tochter ludwigbeck-online ist die Zukunft des Internet- und Versandhandels beim Münchner Traditionskaufhaus Ludwig Beck offen. Es sei denkbar, dass diese Aktivitäten in Zukunft unter dem Dach der Muttergesellschaft fortgeführt würden, sagte ein Sprecher der Ludwig Beck AG. Das im November 2000 gestartete Online-Geschäft mit Klassik- und Jazzmusik hatte im ersten Halbjahr mit 100.000 Euro einen deutlich höheren Verlust als erwartet eingefahren. Der Umsatz betrug 186.000 Euro. Ludwig Beck will die Online-Tochter wegen der schwachen Entwicklung zum 30. September liquidieren.

Das zunächst erfreuliche Wachstum der Online-Tochter in den ersten Monaten dieses Jahres habe sich in den vergangenen Monaten deutlich verlangsamt, begründete die Firma den Entschluss für die Liquidierung der Online-GmbH. Der Verlust sei wesentlich höher als geplant und die Tochter würde deutlich länger als erwartet brauchen, bis Gewinne erwirtschaftet werden könnten. Ludwig Beck wolle sich deshalb stärker auf das Kerngeschäft im stationären Geschäft konzentrieren. Über mögliche Kündigungen oder Stellenkürzungen nach der Einstellung des Internet-Geschäfts wollte sich das Unternehmen bislang nicht äußern. Der Konzern beschäftigt in München und Augsburg knapp 600 Mitarbeiter.

Nach 100.000 Euro Umsatz in den Monaten November und Dezember 2000 musste die ludwigbeck-online GmbH im vergangenen Jahr auf Grund technischer Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen mit einem Software-Anbieter ihr Geschäft zeitweise einstellen. Die Gesellschaft konnte daraufhin im Geschäftsjahr 2001 lediglich einen Erlös von 400.000 Euro erzielen. Dem Konzern verursachten die Online-Aktivitäten im vergangenen Jahr eine Wertberichtigung in Höhe von 400.000 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr war im April nur noch ein geringer Verlust von 100.000 Euro angekündigt worden, der nun bereits nach Abschluss des ersten Halbjahres erreicht ist. (dpa) / (jk)