Lucent testet UMTS-Netz in NĂĽrnberg
Der Netzwerkausrüster Lucent erforscht mit einem UMTS-Netzwerk in Nürnberg die Leistungsfähigkeit der nächsten Mobilfunkgeneration.
Der Telecom-Ausrüster Lucent betreibt in Nürnberg ein UMTS-Netzwerk, mit dem das Unternehmen die Leistungsfähigkeit der nächsten Mobilfunkgeneration testen will.
Der Aufbau trägt den Namen UMTS-Blockhouse, besteht laut Lucent aus einem vollständigen Netz mit kommerziell verfügbarer Technik und umfasst zwei UMTS-Basisstationen sowie ein Versuchsfahrzeug mit Messtechnik. Getestet würden damit unter anderem Anwendungen wie Web-Browsing, Audio- und Video-Streaming sowie E-Mails mit Dateianhang über ein VPN (Virtual Private Network). Die gemessene Übertragungsrate soll sich auf 384 kBit/s belaufen und liegt damit im Rahmen der ersten Ausbaustufe -- wobei das theoretische Maximum der UMTS-Technik im Endausbau bei 2 MBit/s liegt.
Neben UMTS-Funktionen erprobe das Unternehmen mit Blockhouse auch Testnetze von Kunden und entwickele an weiteren UMTS-Ăśbertragungsverfahren, heiĂźt es. Unter anderem arbeite man mit dem NĂĽrnberger-Projekt auch einem UMTS-Test in Madrid zu, den das Unternehmen mit dem spanischen TK-Unternehmen Telefonica Moviles durchfĂĽhrt. Ziel sei es, VPN-Dienste, Internet-Verbindungen und andere 3G-Dienste zu erproben. Zudem forsche man an einem schnellen, sicheren Internet- und Intranetzugang fĂĽr mobile BĂĽro-Anwendungen. Ein wichtiges Element in diesem Konzept sei eine UMTS-PC-Karte, die man zusammen mit dem belgischen Mobilfunkspezialisten Option auf den Markt bringen wolle. (mur)