Reorganisation bei Versum.de
Die Hoffnung, über Online-Anzeigenmärkte sinkende Erlöse in den Printmedien ausgleichen zu können, scheint auch bei den Tageszeitungen getrogen zu haben.
Die Hoffnung, über Online-Anzeigenmärkte sinkende Erlöse in den Printmedien ausgleichen zu können, scheint auch bei den Tageszeitungen getrogen zu haben. Mit "konsequenten Maßnahmen zur Kostensenkung" reagiert die Düsseldorfer Versum.de Aktiengesellschaft auf die "anhaltend schwierigen Marktbedingungen" im Bereich der Online-Rubrikenmärkte. Mit sofortiger Wirkung haben die Aktionäre am vergangenen Donnerstag einen "deutlichen Abbau des Personalbestandes" und ein "tief greifendes Programm zur Reorganisation" eingeleitet. "Eine deutlich gesteigerte Rentabilität" erwartet das Unternehmen allerdings auch damit erst bei einer konjunkturellen Wende.
Nähere Einzelheiten wollte Unternehmenssprecher Michael Billanitsch auch heute noch nicht bekannt geben. Er bestätigte zwar Entlassungen, nannte aber keine konkreten Zahlen. Gerüchten, dass die Düsseldorfer Zentrale aufgelöst werde, widersprach er, ohne allerdings zu erläutern, was sich hinter dem angekündigten "tief greifenden Restrukturierungsprogramm" verbirgt. Nach einem Bericht von Kress.de wollen mehrere Gesellschafter aussteigen, offen seien die Details der Abwicklung.
Dem Vernehmen nach sei Holtzbrinck am Immobilienportal, die WAZ am Stellenmarkt und die Ippen-Gruppe am Kfz-Online-Markt interessiert. Billanitsch gab hierzu keinerlei Kommentar. Er erklärte lediglich, dass die Portale weiterhin ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Anzeigenkunden erfüllen würden. Das im März 2001 gestartete Gemeinschaftsunternehmen von insgesamt zehn deutschen Zeitungsverlagen betreibt die Online-Anzeigenportale JobVersum, ImmoVersum und MotoVersum. (anm)