Mobilfunkspezialist Funkwerk strotzt vor Optimismus

Die Kölledaer Funkwerk kann den Umsatz stark steigern; statt eines prognostizierten Verlustes kam im Geschäftsquartal ein Gewinn zu Stande.

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  • JĂĽrgen Kuri

Die Kölledaer Funkwerk AG, Spezialist für Mobilfunktechnik, scheint als eines der wenigen Unternehmen am Neuen Markt der Branchenkrise schon seit einiger Zeit zu trotzen. Nun präsentiert die Firma erneut ansehnliche Zahlen: Im ersten Halbjahr lag der Umsatz um über 50 Prozent über der gleichen Vorjahresperiode bei 45,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erreichte nach den Angaben der Firma allerdings nur 2,9 Millionen Euro und lag damit um 14,7 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Grund seien Vorleistungen für Großaufträge im Bereich des professionellen Mobilfunks, entschuldigte sich der Mobilfunkspezialist. Unter anderem bereitet sich Funkwerk wohl auf einen Großauftrag der französischen Bahn vor; außerdem soll die Firma künftig BMW mit Freisprechanlagen beliefern.

Das Ergebnis sei aber immerhin rund drei Millionen Euro höher als geplant, versicherte Funkwerk; eigentlich habe man mit einem Verlust in Höhe von 400.000 Euro gerechnet. Der Auftragsbestand stieg den Angaben zufolge um 53,9 Prozent auf 109,3 Millionen Euro. Insgesamt sieht Funkwerk die Lage so optimistisch, dass man sogar von einem "Auftragsboom" spricht. Außerdem lässt sich das neue Geschäftsfeld "Private Netze" wohl ganz hoffnungsvoll an: "Ein anhaltend dynamischer Auftragseingang und das neue Geschäftsfeld 'Private Netze' haben das Wachstum im ersten Halbjahr 2002 beflügelt", meint man in Kölleda. So bleibt die Firma denn auch bei den Prognosen für das Gesamtjahr: Ein Umsatzplus von 50 Prozent auf 103 Millionen Euro und ein Gewinnzuwachs um 33 Prozent auf 8,8 Millionen Euro will Funkwerk erreichen. Die Geschäftszahlen und den Optimismus der Firma aus Thüringen honorierten die Investoren: Während der Nemax 50, in dem Funkwerk gelistet ist, am frühen Vormittag weiter um 3,51 Prozent auf 471,37 Punkte absackte, legte das Papier von Funkwerk in der gleichen Zeit um 3,39 Prozent auf 18 Euro zu. (jk)