Lintec sieht 2002 kein Land mehr

Der Computer-Hersteller Lintec aus Taucha in Sachsen erwartet für das laufende Jahr Verluste in Höhe von mehr als 25 Millionen Euro.

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  • Peter-Michael Ziegler

Der Computer-Konzern Lintec aus Taucha in Sachsen schreibt 2002 keine schwarzen Zahlen. In den ersten sechs Monaten betrug das negative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 8,8 Millionen Euro, teilte der Lintec-Vorstand am Dienstag mit. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74 Millionen auf knapp 120 Millionen Euro zurĂĽck.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet der Vorstand bei einem Umsatz von 229 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 25,7 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern bei einem Umsatz von etwas mehr als 365 Millionen Euro erstmals in der zwölfjährigen Firmengeschichte ein Minus von 26,5 Millionen Euro verbucht und ist seitdem um Restrukturierung und Kostensenkung bemüht.

Für 2003 geht der Konzern von weiteren Umsatzrückgängen auf 146 Millionen Euro aus. Dennoch rechnen die Lintec-Manager damit, im nächsten Jahr wieder einen Überschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro erwirtschaften zu können. Spekulationen über eine drohende Insolvenz hatte die Lintec-Geschäftsleitung kürzlich erst dementiert. Die Sächsische Zeitung hatte berichtet, dem angeschlagenen Computer-Hersteller gehe jetzt die Luft aus, weil wichtige Kreditversicherer den Geldhahn zugedreht hätten. (pmz)