Telekom muss Lieferfristen künftig einhalten
Wenn die Telekom ihren Konkurrenten versprochene Leitungen nicht pünktlich übergibt, kostet das künftig Geld.
Die Telekom-Konkurrenten klagen schon lange darüber, dass die Telekom ihre Aufträge zur Schaltung von Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) verschleppe. Da die Mitbewerber die Leitungen von der Telekom mieten, sind sie auf eine pünktliche Übergabe angewiesen. Die Regulierungsbehörde hat nun festgestellt, dass diese Klagen berechtigt waren. In der Pressemitteilung heißt es: "Die im Verlauf des Missbrauchsverfahrens festgestellten Wettbewerbsverstöße sollen in Zukunft (...) unterbunden werden."
Künftig kostet Unpünktlichkeit pro Tag und Anschlussleitung 20 Euro. Wenn die Telekom nicht bezahlen will, muss sie beweisen, dass sie kein Verschulden trifft. Allerdings werden auch die Wettbewerber zur Kooperation verpflichtet: Bestellen diese ein Leitungskontingent und nehmen es nicht vereinbarungsgemäß ab, müssen sie an die Telekom eine Strafzahlung von 10 Euro pro Leitung leisten. Erst kürzlich hatte die Regulierungsbehörde über verbindliche Lieferfristen für Mietleitungen entschieden. (uma)