Computerfehler kostet New Yorker Bank 15 Millionen US-Dollar
Die städtische New Yorker Sparkasse ist durch einen Computerfehler nach dem Terroranschlag vom 11. September vergangenen Jahres um rund 15 Millionen US-Dollar geschädigt worden.
Die städtische New Yorker Sparkasse ist durch einen Computerfehler nach dem Terroranschlag vom 11. September vergangenen Jahres um rund 15 Millionen US-Dollar geschädigt worden. Das geht nach einem Bericht der New York Times aus den Angaben des New Yorker Bezirksstaatsanwaltes von Manhattan, Robert M. Morgenthau, hervor. Wie die Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, waren die Bankautomaten der Sparkasse unmittelbar nach dem Terroranschlag vom 11. September nicht mehr mit dem Zentralrechner der Sparkasse verbunden -- dadurch konnten Kunden der Municipal Credit Union unbeschränkt viel Geld abheben, unabhängig von ihrem Kreditrahmen. Die Sparkasse bemerkte den Fehler zwar, wollte aber laut New York Times ihre Kunden in den Tagen nach dem Terroranschlag nicht im Regen stehen lassen und sperrte daher die Geldautomaten nicht.
Mehr als 4.000 Kunden der Sparkasse, bei der vor allem städtische und staatliche Angestellte oder Angehörige des Gesundheitswesens ein Konto haben, machten nach Angaben der Ermittlungsbehörden reichlich Gebrauch von dem unerwarteten Geldsegen -- allerdings konnte die Bank die Abhebungen rekonstruieren und die abgehobenen Gelder wieder einfordern. Ein Teil der Schuldner erwies sich aber als resistent oder hatte sich abgesetzt. Die ersten 66 Kunden, die mehr als 7500 US-Dollar überzogen haben, sind nach Angaben von Morgenthau bereits verhaftet worden, nach 35 weiteren Personen werde gefahndet. (wst)