Compusoft-Chef Elhady hinter schwedischen Gardinen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdacht -- dazu kommen zivilrechtliche Verfahren wegen Lizenzverstößen.

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Von
  • Torge Löding

Und noch ein Geschäftsmann der IT-Branche im Gefängnis: Der Geschäftsführer der wegen mutmaßlichen Vertrieb von Raubkopien in die Schlagzeilen geratenen Firma Compusoft, Zakaria Elhady, sitzt seit gestern in Untersuchungshaft. Das bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichtes Gießen gegenüber heise online. Ermittelt wird wegen Betrugsverdacht. Nach einer Durchsuchung der Geschäftsräume bestand nach Ansicht des Ermittlungsrichters hinreichend Tatverdacht. Bei den Betrugsdelikten handelt es sich nach Aussage des Gerichts-Sprechers um Verletzung des Urheberrechts zu Lasten unterschiedlicher Softwarefirmen. Berichten zufolge soll auch Microsoft unter den Geschädigten sein.

Ende vergangenen Jahres hatte Elhady sich noch gegen den Verdacht gewehrt, in betrügerische Geschäfte verwickelt zu sein. Compusoft veröffentlichte auf seiner Website sogar eine Anleitung zum Enttarnen von Raubkopien, nachdem Microsoft eine Outing-Kampagne gegen die Firma gestartet hatte. Allerdings sind seither zwei zivilrechtliche Entscheidungen des Oberlandesgerichts Frankfurt (Main) wegen Vertriebs von Fälschungen ergangen. Nun ist unklar, wie es mit der Gießener Firma und ihren 20 Mitarbeitern weitergeht. Gegenüber heise online wollte sich bei Compusoft allerdings niemand äußern. (tol)