HP-Druckertechnik kühlt Prozessoren (update)
Mit einem etwas umgebauten Inkjet -Druckkopf kühlt Hewlett Packard punktgenau die Hot-Spots von Chip-Oberflächen oder einzelne Chips auf größeren Platinen-Flächen.
Mit einem etwas umgebauten Inkjet-Druckkopf kühlt Hewlett Packard punktgenau die Hot-Spots von Chip-Oberflächen oder einzelne Chips auf größeren Platinen-Flächen. Bei dieser patentgeschützten Methode sprüht der "Kühldrucker" dabei natürlich statt mit Tinte mit einem Kühlmittel (Wasser oder ein nichtleitendes Dielektrikum), das verdampft und innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs über einen Wärmetauscher wieder kondensiert und in ein Reservoir zurückfließt. Die HP-Methode ist dabei nicht nur punktgenauer, sondern verhindert auch Blasenbildung, die sich bei anderen mit Phasenwechseln arbeitenden Kühlverfahren oft störend bemerkbar macht.
Neben diesem neuen Kühlansatz will HP mit einem Bündel von Maßnahmen bei größeren Rechenanlagen und Datenzentren die Kühlung verbessern. Dazu gehört ein Roboter, der regelmäßig durchs Rechenzentrum "tobt" und nach Wärmelöchern Ausschau hält -- und dann gegebenenfalls die Systeme zu einer Umverteilung ihrer Workloads veranlasst. Den Roborunner in Arbeit kann man sich hier anschauen. Letztendlich soll dieses so genannte Dynamic Smart Cooling nicht nur im lokalen Rechenzentrum erfolgen, sondern per Grid-Computing global auf der Welt über einen Global Energy Manager verteilt werden.
Auch eine Modellierung samt Programm zur Simulation der Wärmeverteilung in Rechenzentren hat HP fertiggestellt, das schon in der Planungsphase solcher Zentren zur optimalen Platzierung und Ventilationsstrategie beitragen soll. Insgesamt, meint HP, lassen sich die Rechner dank solcher Maßnahmen nicht nur besser kühlen, sondern sie können auch bis zu 25 Prozent der Kühlungskosten einsparen. (as)