Streit um Stadtplandienst
Das Rechtsamt der Freien Universität Berlin empfiehlt den Webmastern der FU, vorhandene Links auf Stadtplandienst.de zu entfernen.
Das Rechtsamt der Freien Universität (FU) Berlin fordert die Webmaster der FU in einem Rundschreiben auf, vorhandene Links auf Stadtplandienst.de umgehend zu entfernen. In dem Schreiben heißt es, der Betreiber von Stadtplandienst.de, die Euro-Cities AG, habe der FU eine Genehmigung "ausdrücklich verweigert". Nun sollen alle Links auf den Stadtplan von Berlin.de umgestellt werden.
Der Geschäftsführer der Euro-Cities AG, Dr. Hans Biermann, stellt die Sache anders dar: Er habe die FU lediglich aufgefordert, ihm mitzuteilen, wie viele Links der FU auf Stadtplandienst.de verweisen. Die Änderung in den Geschäftsbedingungen von Stadtplandienst.de ist laut Biermann nicht neu; die FU verstoße also mit der nicht genehmigten Nutzung schon seit geraumer Zeit gegen die Lizenzbedingungen -- was Stadtplandienst bislang geduldet habe.
Die hektische Umstellung der FU Berlin könnte aber auch einen ganz anderen Grund haben: In wenigen Wochen will Stadtplandienst.de die Möglichkeiten zum Verlinken einschränken. Links setzen kann dann nur noch, wer eine Lizenz von Stadtplandienst.de besitzt. Biermann dazu: "Privatleute oder gemeinnützige Einrichtungen erhalten diese Lizenz kostenfrei. Wer allerdings damit Geld verdient, muss auch für die Leistung bezahlen. Schließlich stehen bei Stadtplandienst.de 130 Mitarbeiter in Lohn und Brot."
Der Grund für den Zwist liegt offenbar in der Vergangenheit: Bis vor einigen Jahren lief der Stadtplandienst auf den Servern der TU Berlin -- und musste dann ohne Vorwarnzeit umziehen, als die TU feststellte, dass Stadtplandienst ein kommerzielles Unternehmen sei, erklärte Biermann. "Wenn die neue Verlinkung steht, erhalten unsere Partner nochmals eine Frist von vier Wochen", verspricht Biermann. Genug Zeit nach Ansicht der Firma, um die dann fälligen Lizenzen zu erwerben. (uma)