Rechnungshof-Chef: WorldCom-Betrug bei Telekom nicht denkbar
Die Prüfer des Rechnungshofs hätten auch die Telekom unter die Lupe genommen, versichert Dieter Engels, Präsident des Bundesrechnungshofes.
Eine ähnliche Bilanzmanipulation wie beim US-Telekomriesen WorldCom hält der Präsident des Bundesrechnungshofs, Dieter Engels, bei der Deutschen Telekom für nicht möglich. So etwas könne er "sich nicht vorstellen", sagte Engels am Dienstag in Bonn. Die Prüfer des Rechnungshofs haben auch die Telekom, bei der nach wie vor der Bund gewichtiger Anteilseigner ist, unter die Lupe genommen. Der Bericht sei aber als geheim eingestuft und werde auch nicht öffentlich gemacht, betonte Engels.
In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der schwer angeschlagene US-Telekomriese WorldCom Falschbuchungen von 3,85 Milliarden US-Dollar vorgenommen hat. Das Unternehmen hat dadurch für das Jahr 2001 und für das erste Quartal 2002 Gewinne verbucht statt rote Zahlen auszuweisen. Der Fall gilt als eine der schwersten US-Buchführungsbetrügereien. Inzwischen beschwerte sich der Chef der US-Börsenaufsicht über das "verantwortungslose Verhalten" der WorldCom-Führung. (dpa) / (anw)