GMX schaltet inoffiziellen IMAP-Zugang ab

GMX-Pro-Kunden, die nachfragten, bekamen einen IMAP-Zugang -- den Service hat GMX nun vom Netz genommen.

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Der Freemailer GMX hat den inoffiziellen IMAP-Zugang für seine zahlenden GMX-Pro-Kunden abgeschaltet. Die betroffenen Kunden wurden in einer Mail darüber informiert, dass sie künftig nur noch den Zugriff über POP3 und das HTML-Interface nutzen können. Als Grund für die Abschaltung gab GMX an, dass das Testsystem nicht leistungsfähig genug gewesen sei, um es in den Regelbetrieb zu übernehmen. GMX hatte den IMAP-Zugang nie beworben und GMX-Pro-Kunden nur auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Mit der Einstellung des Testzugangs scheint es fraglich, ob GMX in Zukunft noch einmal einen offiziellen IMAP-Zugang anbieten wird: Bevor GMX den IMAP-Zugriff für alle Nutzer freischalte, wolle man sicherstellen, dass die Performance nicht darunter leiden werde, hieß es bei GMX bereits vor über einem Jahr.

IMAP verwaltet die Mail auf dem Server, auch mit der Möglichkeit, sie auf diverse Unterordnern zu verteilen; Nachrichten werden nur auf Benutzeranforderung auf dem lokalen Client gespeichert. Dies schätzen insbesondere Nutzer, die von unterschiedlichen Rechnern aus auf ihr Mail-Postfach zugreifen und immer denselben Datenbestand vorfinden wollen. Im Unterschied zu IMAP lädt ein POP3-Client in der Regel die Nachrichten komplett auf den lokalen Computer. Die Mailverwaltung mit IMAP ist deutlich schneller und komfortabler als mit POP3, hat aber für User, die nicht mit einer Flatrate arbeiten, den Nachteil, dass sie zur Verwaltung der Mails online sein müssen. (uma)