Durcheinander wegen einer Million Kamera-Handys
Bis April 2003 will Vodafone eine Million Kamera-Handys mit MMS in Europa umsetzen. Die Nachricht, dass Vodafone noch dieses Jahr eine Million Sharp-Handys auf den Markt bringen wolle, hat der Netzanbieter dagegen dementiert.
Bis April 2003 will der Mobilfunkbetreiber Vodafone eine Million Handys mit eingebauter Digital-Kamera für den Multimedia Nachrichtendienst MMS (Multimedia Messaging Service) in Europa absetzen. Die Absatz-Prognose bezieht auch die bisher erhältlichen MMS-Handys sowie das im Herbst erwartete Smartphone P800 von Sony Ericsson mit ein. Die japanische Nachrichtenagentur Nikkei meldete dagegen, Sharp wolle bis Ende 2002 insgesamt eine Million Handy-Cams an Vodafone liefern. Dies dementierte Vodafone jedoch in einem Gespräch mit heise mobil. Zwar arbeite man mit dem japanischen Elektronikkonzern bei der Entwicklung eines Kamera-Handys für den europäischen Markt zusammen; genauere Angaben über das Modell und wann es zu haben sei, wollte Vodafone aber bislang nicht machen.
In Japan kooperiert Vodafone mit dem Unternehmen J-Phone, das die Briten indirekt über Japan Telecom kontrollieren. Der Provider betreibt einen Multimedia-Nachrichtendienst unter dem Namen "Sha-Mail" bereits seit Juni 2001. Seit Anfang August bietet J-Phone Vodafone in Japan das Kamera-Handy J-SH51 von Sharp an, mit dem man auch kurze Videos aufzeichnen und versenden kann. Weitere Merkmale sind ein TFT-Farbdisplay, das bis zu 16,7 Millionen Farben darstellen kann, Java, 40-stimmige Klingeltöne und ein eingebauter MP3-Player mit SD-Karten-Slot. Einschließlich des Sharp-Modells hat der Anbieter bereits 18 Multimedia-fähige Handys auf dem japanischen Markt. (rop)