Schlechter Bluetooth-Empfang durch Plastik? (Update)
Flomerics Ltd., Hersteller von Analyse- und Forschungssoftware, will herausbekommen haben, dass Plastik die Funkleistung von Bluetooth beeinträchtigt.
Wer bei Datenverbindungen via der Funktechnik Bluetooth ständig mit schlechten Verbindungen zu kämpfen hat, der könnte ein Problem mit Plastik haben -- zumindest wenn es nach dem britischen Entwicklungsunternehmen Flomerics Ltd. geht.
Der Hersteller von Analyse- und Forschungssoftware will mit seinem Simulationsprogramm Micro-Stripes V6.0 herausbekommen haben, dass thermoplastischer Kunststoff in direktem Kontakt zur Antenne eines Bluetooth-Gerätes die Stärke des Funksignals deutlich reduziert. Nach Darstellung des Unternehmens verschiebt sich die Resonanzfrequenz der Antenne, was zu einer schlechteren Abstrahlung und Empfangsleistung führt.
Das Problem würde insbesondere bei Bluetooth-Geräten auftreten, bei denen die Plastikumhüllung nicht genügend Abstand zu den aktiven Antennen-Elementen hält. Viele Entwickler würden laut Flomerics diesen Effekt nicht beobachten, da sie die Funkleistung meist unter Laborbedingungen ohne Gehäuse testeten. Im fertig produzierten Zustand könne die Leistung jedoch ganz anders aussehen, heißt es.
Offen bleibt nach den Angaben von Flomerics jedoch, welche Art von thermoplastischem Kunststoff für die Störungen tatsächlich verantwortlich ist. Da es in dieser Kunststoff-Kategorie zahlreiche Untergruppen mit verschiedensten Zusammensetzungen und Eigenschaften gibt, erscheint der generalisierte Verdacht einer Funkbeeinträchtigung durch derartig beschaffene Gerätegehäuse fragwürdig. Erfahrene Entwickler dürften den Effekt jedoch eh kennen. (mur)