Softwarehaus Beta Systems schließt US-Tochter
Der Spezialist für Dokument- und Output-Management kann die Verluste verringern; die Tochter für Storage Management allerdings wird wegen schlechter Geschäfte aufgegeben.
Die Beta Systems Software AG aus Berlin hat im 1. Halbjahr 2002 ihren Verlust verringern können. Der Anbieter von Softwarelösungen für die Verarbeitung und Verwaltung von Massendaten verbuchte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs ein Minus von 162.000 Euro; im ersten Halbjahr 2001 waren es noch 7,2 Millionen Euro. Der Vorsteuerverlust einschließlich Rückstellungen lag bei 400.000 Euro nach 6,1 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 11,8 Prozent von 19 Millionen auf 21,2 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Beta Systems insgesamt einen Umsatzzuwachs von 10 Prozent. Die liquiden Mittel des Unternehmens lagen nach eigenen Angaben bei 20,9 Millionen Euro.
Probleme mit den Geschäften gebe es aber in Nordamerika, meinte die Berliner Firma. Die dort tätige Tochtergesellschaft in Boulder (USA), die im Bereich Speicher-Management tätig ist, soll deshalb geschlossen werden. Dafür wurden 1 Million Euro an Rückstellungen gebildet. Außerdem werde ein "strategischer Partner aus dem Storage Markt" gesucht , der auch in die kanadische Tantia Entwicklungsgesellschaft in Calgary investiere.
Insgesamt aber zeigte sich Vorstandschef Karl-Joachim Veigel zufrieden, denn entgegen dem Branchentrend habe man die Umsatzentwicklung stabil halten können. "Erfreulicherweise konnte unsere Geschäftseinheit Document/Output Management ein Umsatzwachstum von fast 20 Prozent erreichen und hat auch im zweiten Quartal ebenso wie der Bereich Data Center Management profitabel gearbeitet", betonte Veigel. Ganz so zufrieden zeigten sich die Investoren allerdings nicht: Der Kurs der am Frankfurter Neuen Markt notierten Aktie tendierte zum Handelsauftakt schwächer und lag mit 0,17 Prozent Minus bei 5,90 Euro. (jk)