IBM will in Japan beim PC-Gebrauchthandel einsteigen

Der japanische Firmenzweig des Computergiganten IBM will gebrauchte PCs aufkaufen, recyceln und wieder verkaufen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der japanische Firmenzweig des Computergiganten IBM will gebrauchte PCs verkaufen. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun. Demnach hat IBM Japan beim japanischen Umweltministerium eine Lizenz fĂĽr das Einsammeln und Recyceln von gebrauchten PCs beantragt.

In Japan gilt seit April 2001 das Household Electric Appliance Recycling Law, nach dem zwar die Produzenten für das Recycling von Elektronikschrott zuständig sind, die Verbraucher aber die Kosten dafür zu tragen haben -- die Entsorgung eines Fernsehers kostet beispielsweise etwa 2700 Yen (rund 23 Euro), die Abgabe eines PC schlägt mit rund 4000 Yen (etwa 34 Euro) zu Buche.

IBM will nach Angaben der japanischen Zeitung kĂĽnftig rund 60.000 PCs pro Jahr einsammeln und davon etwa fĂĽnf Prozent -- renoviert und gegebenfalls etwas aufgerĂĽstet -- mit einer Garantie fĂĽr drei Monate wieder verkaufen. In den Gebrauchthandel sollen allerdings nur eigene Produkte kommen. Ein Desktop-System, das neu 200.000 Yen (1.691 Euro) gekostet hat, soll dann fĂĽr 30.000 bis 40.000 Yen (254 bis 338 Euro) ĂĽber den Ladentisch gehen.

Auch NEC plant nach Angaben der Zeitung eine ähnliche Aktion -- bei Fujitsu wird über das Geschäft mit gebrauchten Rechnern diskutiert, aber eine Entscheidung soll noch nicht gefallen sein. Der Markt für Gebraucht-PCs in Japan ist im vergangenen Jahr um 20 Prozent angewachsen und soll in diesem Jahr bis auf rund 950.000 verkaufte Einheiten ansteigen. (wst)