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Bayern setzt auf IT-Weiterbildung

Mit dem Weiterbildungsstudiengang "IT-Master für angewandte Informatik" will die TU München Inhaber eines "Diploms in Informatik-nahen Fächern" ab 2003 in den Grundlagen der Informatik schulen.

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Von
  • Torge Löding

"Die IT-Branche lebt. Sie braucht Nachwuchs und Weiterbildung" -- Die Worte des Bayerischen Wissenschaftsministers Hans Zehetmair wirkten fast wie eine Beschwörung. Auf der diesjährigen Systems stellte er gemeinsam mit Arndt Bode von der Technischen Universität München den neuen Weiterbildungsstudiengang "IT-Master für angewandte Informatik" vor, der ab 2003 angeboten werden soll.

Der Studiengang -- den die Teilnehner selbst finanzieren mĂĽssen -- lehnt sich an das Konzept "Sidesteps" an, das die Software Design und Management AG (sd&m) im vorigen Jahr angeboten hatte. 30 Quereinsteiger mit Informatik-nahen StudienabschlĂĽssen hatten in sechs Monaten die Grundlagen von Informatik und Software erlernt und in dieser Zeit auch ein Gehalt von 2800 Euro im Monat erhalten. Dirk Taubner, Vorstand bei sd&m, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Alle Teilnehmer der Fortbildung sind im Unternehmen verblieben", sagte er auf einer Veranstaltung auf der Systems. Die Firma plane aufgrund der Marktsituation aber erst einmal nicht, das Programm zu wiederholen.

Erich Blume vom Arbeitsamt MĂĽnchen sieht in dem selbst zu finanzierenden Weiterbildungangebot einen positiven Trend zur Eigenverantwortung. "Die Interessenten stellen sich die Module der Fortbildung selbst zusammen, mĂĽssen sich aber auch eigenverantwortlich um den Erfolg kĂĽmmern."

Das Angebot der TU München wendet sich an Inhaber eines Diploms in Informatik-nahen Fächern wie Ingenieure und soll zehn Monate dauern. Zur Jahreswende will das Land Bayern in einem Online-Portal umfassende Informationen dazu anbieten. (tol)