France Telecom hat noch keine Lösung für MobilCom
France Telecom hat noch keine Lösung für den Erwerb der Anteile von MobilCom-Gründer Gerhard Schmid am Büdelsdorfer Mobilfunkanbieter gefunden.
France Telecom hat noch keine Lösung für den Erwerb der Anteile von MobilCom-Gründer Gerhard Schmid am Büdelsdorfer Mobilfunkanbieter gefunden. Die Verhandlungen verliefen sehr schwierig, berichtete die Wirtschaftszeitung La Tribune unter Berufung auf das Umfeld des Unternehmens. Der französische Telekommunikationskonzern, der mit 28,5 Prozent an MobilCom beteiligt ist, steht nach dem Abgang von Schmid als Vorstandschef vor der diffizilen Aufgaben, sich über den Preis für das Paket des Firmengründers und seiner Frau von knapp 50 Prozent zu einigen.
Das MobilCom-Problem stand am Mittwoch im Mittelpunkt einer Verwaltungsratssitzung in Paris, auf der die neue Regierung über den aktuellen Stand informiert wurde. Entscheidungen wurden nicht getroffen, hieß es. Der französische Staat ist mit rund 55 Prozent an France Telecom beteiligt. France Telecom hat zwar mit den Bankengläubigern des deutschen Unternehmens eine grundsätzliche Einigung für die Umschuldung von 4,7 Milliarden Euro gefunden, zur Stunde aber noch keine Lösung mit Nokia und Ericsson über die Lieferantenkredite in Höhe von 1,1 Milliarden Euro erzielt. France Telecom hat selbst mit einem Schuldenberg von rund 65 Milliarden Euro zu kämpfen und muss wegen schlechterer Einstufung der Kreditwürdigkeit durch führende US-Ratingagenturen mit hohen zusätzlichen Belastungen rechnen.
Zur Entwicklung der Situation bei France Telecom und MobilCom siehe auch:
- Nach MobilCom-Entscheidung Erleichterung in Büdelsdorf
- Hintergrund: Kein leichter Job für den neuen MobilCom-Chef
- Für France Telecom türmen sich die Probleme nicht nur in Deutschland
- MobilCom-Zukunft nach Schmids Abgang unklar
- MobilCom-Chef Gerhard Schmid muss gehen
- Hintergrund: Der Streit zwischen MobilCom und France Telecom
(dpa) / (jk)