Computerschach: Shredder versus Fritz im WM-Vorspiel
Mit einem Bonbon fĂĽr die Schachfans klingt heute das Schachduell auf heise online aus. Neue Versionen von Fritz und Shredder begegnen sich wie bei der WM auf zwei identischen Rechnern.
Mit einem kleinen Bonbon fĂĽr die Schachfans unter unseren Usern klingt heute das Schachduell auf heise online aus. Im Vorfeld der Computerschach-Weltmeisterschaft, die am Freitag in Maastricht beginnt, steigen um 12 Uhr die WM-Versionen von Deep Fritz 7 und Shredder 6 noch einmal zum Blitzen in den Ring.
Um die WM-Partien nicht vorweg zu nehmen, findet das Zusatzmatch zwar auf zwei identischen Computern mit AMD-Athlon MP 2000+ statt, aber nicht auf der Dual-Prozessor-Variante, die in Maastricht zum Einsatz kommen soll. Zudem müssen sich die Programme in der heise-Arena mit reduziertem Hauptspeicher begnügen. Die Speicherbeschränkung dürfte aber nicht ins Gewicht fallen. Gemäß einer Empfehlung der Chessbase-Experten stehen nur 128 Mbyte (bei der WM sind es bis zu 2 Gigabyte) zur Verfügung, da erfahrungsgemäß mehr allokierter Speicher beim Blitschach keine günstigen Effekte auf das Spiel der Programme hat.
Die Fritz- und Shredder-Entwickler haben ihre Software in den vergangenen Tagen vorsorglich noch einmal ins Trainingslager geschickt. Nicht zuletzt durch die auf heise online übertragenen Partien haben Chessbase und Stefan Meyer-Kahlen noch einige Optimierungen eingefügt. Diese neuen Versionen sollen auch das heute beginnende, 24-stündige Match bestreiten, bei dem die Bedenkzeit der Programme wie während des gesamten Schachduells auf 10 Minuten plus zwei Sekunden pro Zug begrenzt wurde.
Damit kann man die möglichen Sieger von Maastricht, die in den vergangenen sechs Jahren den WM-Sieg unter sich ausgemacht haben, schon mal beim Warmlaufen beobachten. Bis zum Schluss der Runde sind etwa 60 bis 70 Partien möglich. Und dass am Ende das Programm gewinnt, das auch bei der WM vorne liegt, ist zumindest nicht ausgeschlossen. (em)