IT-Elefantenrunde: Innovation ist eine Frage der Wahrnehmung
Die "IT-Elefantenrunde", bei der auf der Systems traditionell fĂĽhrende Unternehmer der Branche zusammenkommen, diskutierte die Frage: "Verlangsamt sich das Innovationstempo?"
Die "IT-Elefantenrunde", bei der auf der Systems traditionell führende Unternehmer der Branche auf Einladung des Fernsehsender n-tv zusammenkommen, diskutierte auf der diesjährigen Ausgabe der Münchner IT-Messe die Frage: "Verlangsamt sich das Innovationstempo?" Kurt Siebold, CEO von Microsoft Deutschland, vertrat die Ansicht, dass sich das Innovationstempo keineswegs verlangsamt habe. "Im Gegenteil: Unsere Kunden beschweren sich, dass die Entwicklung zu schnell fortschreitet", sagte der Manager.
Luis Praxmarer, CEO der Meta Group, sah das nicht ganz so: "Innovationen sind von der Basis her gegeben. In den letzten Jahren wurden sie allerdings vor allem in den Startup-Firmen umgesetzt. Und die sind heute sehr reduziert. Also hat sich Innovation in Deutschland verschoben, ist vielleicht sogar ein bisschen langsamer geworden." Unterstützung bekam er von Rolf Schwirz von Oracle: "Heute geht alles ein bisschen langsamer. Das liegt daran, dass die Kunden aufgehört haben zu investieren, weil es modern ist. Investiert wird nur noch, wenn der Nutzen für das Unternehmen klar erkennbar ist."
Einigkeit bestand bei allen Teilnehmern darin, dass die IT-Branche auch weiterhin die Zukunftsbranche ist, die Entwicklungen in anderen Bereichen, wie zum Beispiel Auto-Industrie, vorantreibt. Kritik mussten lediglich die Vertreter der Firmen -- wie Jürgen Frischmuth von Siemens Business Services (SBS) -- einstecken, die kaum noch Geld mit der "Kernkompetenz Geräte" verdienen, sondern zunehmend Umsatz mit Serviceleistungen wie etwa IT-Outsourcing generieren. Dies sei nicht innovationstreibend und schaffe bei Kunden vermutlich sogar Mehrkosten in zehn Jahren, lautete die Kritik. (tol)