Schott plant weitere Millionen-Investition
Der Mainzer Spezialglashersteller Schott plant in Thüringen eine weitere Großinvestition und hat dafür am Mittwoch grünes Licht aus Brüssel erhalten.
Der Mainzer Spezialglashersteller Schott plant in Thüringen eine weitere Großinvestition und hat dafür am Mittwoch grünes Licht aus Brüssel erhalten. Die Jenaer Schott-Tochter Lithotec AG darf nach Angaben der EU-Kommission in Hermsdorf (Saale-Holzland-Kreis) ein neues Werk zur Herstellung von Kristallen für die Halbleiterindustrie mit 80,5 Millionen Euro staatlicher Hilfe bauen. Der Investitionsbeginn, den die EU mit 2003 angegeben hatte, steht laut Schott jedoch noch nicht fest.
Nach Angaben der EU-Kommission in Brüssel soll sich das Investitionsvolumen von Schott auf 230 Millionen Euro belaufen. Das Werk schaffe 350 Arbeitsplätze und wirke sich positiv auf die regionale Wirtschaft aus, hieß es zur Begründung für die Genehmigung der Beihilfe. Hergestellt werden Kalziumfluorid-Kristalle, die für Anlagen zur Herstellung von Schaltkreisen eingesetzt werden.
Schott-Sprecher Klaus Hofmann bestätigte die Investitionspläne in Hermsdorf. "Wir halten an der Wachstumsstrategie fest." Der Termin für den Neubau des Werkes, für den bereits ein Grundstück gekauft wurde, sei jedoch abhängig von der weiteren Marktentwicklung. Mit dem positiven Bescheid aus Brüssel seien die Voraussetzung für den Beginn der Investition geschaffen, "wenn der Markt anzieht".
Die 1998 gegründete Schott Lithotec unterhält bereits Fabriken für die Kristallzucht in Thüringen. Das Unternehmen erzielte nach früheren Angaben im Jahr 2001/2002 einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro und erreichte erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis. Die High-Tech-Tochter des Mainzer Konzerns beschäftigt rund 300 Mitarbeiter in Jena, Meiningen und Eisenberg. Bisher wurden rund 100 Millionen Euro in Thüringen bei der Schott-Tochter investiert. (dpa) / (anw)