Phil Zimmermann will PGP zurückkaufen
Der Autor der Verschlüsselungssoftware Pretty Good Privacy (PGP), Phil Zimmermann, würde die Rechte daran gerne zurückkaufen -- oder NAI soll es als Open Source freigeben.
Der Online-Newsdienst Newsforge berichtet, dass der Autor der Verschlüsselungssoftware Pretty Good Privacy (PGP), Phil Zimmermann, die Rechte daran gerne zurückkaufen würde. Zimmermann hat PGP 1997 an die Firma Network Associates (NAI) verkauft, der es jedoch weder gelang, damit Geld zu verdienen, noch einen neuen Käufer für das Geldgrab zu finden. Schließlich versetzte NAI das Projekt im Frühjahr in einen so genannten Maintenance Modus, in dem es nicht mehr weiterentwickelt wird.
Zimmermann sieht zwei Alternativen, den absehbaren Tod von PGP zu verhindern: NAI stellt das Projekt unter eine Open-Source-Lizenz oder sie verkaufen es wieder an ihn. Doch das Ganze klingt mehr nach einem Akt der Verzweiflung als nach einem konkreten Rettungsplan: Wie Zimmermann selbst eingesteht, hätte er gar nicht das Geld für den Rückkauf. Die Open-Source-Gemeinde hat mit Gnu Privacy Guard (GPG) bereits ein freies Verschüsselungsprogramm entwickelt, das dem Vorbild mehr und mehr den Rang abläuft. So darf man auch getrost bezweifeln, dass eine Freigabe des PGP-Quelltextes zu einem Ansturm von Entwicklern führen würde, die das Projekt weiterentwickeln wollen. (ju)