Via Net.Works widerspricht Insolvenz-Spekulationen
US-CEO Maier hebt Bedeutung des deutschen Marktes fĂĽr sein Unternehmen hervor.
Der Internet-Dienstleister Via Net.Works Deutschland hat sich in einem Brief an seine Kunden und Geschäftspartner gewandt, um so am gestrigen Donnerstag laut gewordenen Spekulationen über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens zu widersprechen. Auf der Website dotcomtod war das Gerücht aufgetaucht, dass Via Net.Works Deutschland vor dem Amtsgericht Duisburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt haben soll.
"Hiermit teilen wir ausdrücklich mit, dass die Via Net.Works Deutschland GmbH keinen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt hat. Der deutsche Markt ist für Via weltweit von sehr großer Bedeutung. Die hervorragende Liquidität des gesamten Konzerns steht nach wie vor außer Frage", heißt es in dem Brief, der heise online vorliegt. Unterschrieben ist der Brief von US-CEO Karl A. Maier, der sich zurzeit in der deutschen Dependance aufhält.
Der Leiter des Customer Care Center bei Via Net-Works Deutschland, Jörg Hoffmann, hält die Spekulationen für üble Nachrede. "Vor einem halben Jahr hatten wir schon einmal so einen Fall -- da hat ein enttäuschter Mitarbeiter seinem Frust in ähnlicher Form Luft gemacht", erklärte Hoffmann gegenüber heise online. Im aktuellen Fall prüfe das Unternehmen jetzt, rechtliche Schritte einzuleiten.
Vor kurzem machte Via Net.Works Schweiz von sich reden, als das Unternehmen die Kundenanbindungen und Backbones der insolventen KPNQwest in der Schweiz ĂĽbernahm. (tol)