Motorola muss Adelphia-Geschäfte erklären

Die US-Börsenaufsicht untersucht Zahlungen in Zusammenhang mit einem Settop-Box-Geschäft.

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Von
  • Torge Löding

In dem Skandal um den US-Kabelnetzbetreiber Adelphia geraten nun auch die Elektronikkonzerne Motorola und Scientific-Atlanta in Erklärungsnot. Nach einem Bericht des Wall Street Journal untersucht die US-Börsenaufsicht SEC Details über Zahlungen von Motorola an Adelphia im Rahmen eines Geschäftes über die Lieferungen von Settop-Boxen für die Kabelkunden.

Durch diese Zahlung sei Adelphia in der Lage gewesen, sein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um 95 Millionen US-Dollar zu steigern. Sprecher von Motorola und Scientific-Atlanta wiesen das zurück und erklärten, die Zahlungen seien ordnungsgemäß verbucht worden. Im Fall Adelphia hatte sich die Gründerfamilie um den langjährigen Chef John Rigas persönlich an dem Firmenvermögen bereichert und versucht, den Mißbrauch mit Bilanztricks zu verschleiern. (tol)