Erstes landesweites 3G-Mobilfunknetz in den USA
Der US-amerikanische Mobilfunkprovider Sprint PCS startet nach eigenen Angaben in den USA das erste flächendeckende Mobilfunknetz der Dritten Generation (3G).
Sprint PCS, Mobilfunktochter des US-amerikanischen TK-Riesen Sprint, startet nach eigenen Angaben in den USA das erste flächendeckende 3G-Netz (Mobilfunknetz der dritten Generation). Das Netz soll Kunden des Unternehmens schnelle Verbindungen ins Internet ermöglichen, etwa für Surf-Trips, zum Abruf von E-Mails oder den Versand von Bildern.
Unter dem Namen PCS Vision soll es ähnlich wie das Netz des US-Konkurrenten Verizon, der in einigen US-Gebieten bereits 3G-Netze betreibt, mit dem von Qualcomm entwickelten CDMA-2000-Standard (Code Division Multiple Access) arbeiten und sich dabei 3Gcdma2000 1x bedienen. Dieses als erste Stufe betrachtete Übertragungverfahren leistet theoretische Transferraten von 144 kBit/s bis 307 kBit/s mit einem Mobiltelefon, PDA oder Laptop -- Sprint-Kunden sollen derzeit mit Durschnittswerten zwischen 50 und 70 kBit/s rechnen können, heißt es bei dem Telecom-Konzern. Der CDMA-2000-Standard verspricht in späteren Ausbaustufen mit 3Gcdma2000 1xEV-DO und 3Gcdma2000 1xEV-DA Geschwindigkeiten von bis zu 2,4 MBit/s beziehungsweise bis zu 5 MBit/s.
Was die Kosten betrifft, will Sprint für Service-Pakete, die etwa den Empfang und den Versand von Bildern, E-Mails, Spielen, Klingeltönen oder Aufrufe von Webseiten umfassen, Gebühren zwischen 50 und 120 US-Dollar veranschlagen, berichten US-Medien. Diese umfassten jeweils eine bestimmtes Kontingent an Sprechzeit und Datennutzung. Für rund 90 US-Dollar sollen Kunden zum Beispiel 2.000 Sprachminuten bekommen sowie ein Datenkontingent von zwei MByte, was nach Angaben des Unternehmens für bis zu 100 E-Mails sowie ebenso viele Instant-Messages und Website-Aufrufe reichen soll.
Zusätzlich benötigt man für die 3G-Dienste spezielle mobile Endgeräte. Zum Start von PCS Vision werde es vier Mobiltelefone, zwei Wireless-Access-Cards und eine Kamera-Erweiterung geben, heißt es. Unklar ist jedoch, um welche Geräte es sich dabei genau handelt. An dem Aufbau des Netzes sollen unter anderem die Firmen CommWorks, HP, Lucent Technologies, Motorola, Nortel Networks, Openwave Systems, Qualcomm and Samsung beteiligt sein. Von ihnen kämen wichtige Netzwerkomponenten und Systemsoftware. (mur)