Computex

Springer-Chef möchte Geld für Online-Artikel

Mathias Döpfner meint, die Zeitungsverlage sollten Geld für ihre Online-Ausgaben verlangen, und bekommt darin Unterstützung von Focus-Chef Helmut Markwort.

vorlesen Druckansicht 119 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Jürgen Kuri

Der Axel Springer Verlag schickt sich an, Vorreiter des Bezahl-Web zu werden. Schon Ende 2001 lehnte sich der damalige Springer-Chef in spe, Mathias Döpfner, weit aus dem Fenster und kündigte an, mit bild.de Inhalte im Internet kostenpflichtig zu machen. Inzwischen als Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages nicht nur Herrscher über die Bild-Zeitung, bekräftigte Döpfner seine Ansichten: Die deutschen Zeitungsverlage sollten nach seiner Ansicht Geld für ihre Online-Ausgaben verlangen. "Wir sollten es uns trauen", forderte Döpfner nach einem dpa-Bericht am Donnerstag auf den Münchner Medientagen. Nach jahrelangen Gratis-Angeboten im Internet sei die Zeit überreif.

Da wollen die Mannen aus dem Burda-Verlag nicht widersprechen: Focus-Chefredakteur Helmut Markwort schloss sich der Haltung Döpfners an. "Wir können die Inhalte nicht verschenken." Die Tomorrow Focus AG -- der Burda-Verlag ist einer der Hauptgesellschafter des aus Tomorrow Internet und Focus Digital hervorgegangenen Internet-Konzerns -- hatte schon länger die Ansicht vertreten, Inhaltsangebote im Internet sollten gefälligst auch bezahlt werden. In der neuen Kooperation mit Microsofts Online-Portal MSN sollen denn auch Bereiche für kostenpflichtige Inhalte ausgedehnt werden; zu bezahlende Zusatzdienste wie Unterhaltsrechner probiert Focus im Internet bereits aus. (jk)