Mobiles Zocken soll Kassen der Netzbetreiber füllen
Spiele werden künftig ein wichtiges Standbein für die Betreiber von Mobilfunknetzen sein.
Spiele werden künftig ein wichtiges Standbein für die Betreiber von Mobilfunknetzen sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Denn Spiele zögen einerseits eine Menge von (Neu-) Kunden an und trieben andererseits den Datentraffic hoch -- beides bestens geeignet, um den Profit zu steigern.
Im Jahr 2001 erzielte das Marktsegment mobile Spiele weltweit einen Umsatz von 436,4 Millionen US-Dollar, so die Studie. Nach Ansicht der Analysten könnte die stetig steigende Nachfrage nach sämtlichen Arten von Spielen -- ob Web-, Messaging-basiert oder downloadbar -- die Einkünfte auf bis zu 9,34 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008 hochtreiben.
Doch bevor das lukrative Mobil-Spiel-Geschäft richtig durchstarten kann, muss ein geeignetes Zahlungssystem her. Die Analysten geben zu bedenken, dass die Konsumenten für die Services ungern mobil per Kreditkarte bezahlen wollten, sodass die Netzanbieter geeignete Abrechnungssysteme einführen müssten, um auch im Namen von Content-Providern zu kassieren. Derzeit seien allerdings nur wenige nordamerikanische und europäische Firmen darauf eingerichtet. Ohne sicheres Zahlungssystem würden die Konsumenten wahrscheinlich die Finger vom Spieleangebot lassen, so die Analysten.
Und dann bleibt da noch das alt bekannte Internet-Problem: Die Frage sei, ob die vom kostenlosen Internet-Angebot verwöhnten Nutzer überhaupt bereit sind, für mobilen Content und Services zu bezahlen. (atr)