Internet wird als Informationsmedium wichtiger
Trotz Internet gehören Zeitungen und Zeitschriften aber weiter zu den wichtigsten Informationsquellen.
Das Internet wird als Informationsmedium immer bedeutender. Dies ergibt zumindest die aktuelle Markt- und Werbeträgeranalyse des Instituts für Demoskopie in Allensbach. Auf die Frage, wo sich die Bundesdeutschen über 14 Jahre näher und umfangreicher informieren, antworten 29 Prozent, dass sie im Internet suchen. Bei einer vergleichbaren Studie vor drei Jahren waren es nur 9 Prozent. An erster Stelle steht das Fernsehen, über das sich 73 Prozent informieren -- 6 Prozent mehr als vor drei Jahren. Knapp dahinter folgt mit 71 Prozent das persönliche Gespräch, das vor drei Jahren 74 Prozent als Informationsquelle angaben. Zeitungen legten in der Zeit von 58 auf 61 Prozent zu, während Zeitschriften 54 Prozent angaben, 2 Prozent weniger als 1999.
Die jüngeren Befragten sind dem Internet weit mehr zugeneigt. "Noch 1999 verwiesen erst 18 Prozent der 14- bis 17-Jährigen auf das Internet als den Ort, an dem sie sich normalerweise genauer über Themen informieren, für die sie sich interessieren. Inzwischen sind aus den 18 Prozent 52 Prozent geworden", heißt es in einer Mitteilung des Instituts. Anfangs habe es so ausgesehen, als könnte die Zeitung als wichtige Informationsquelle bei den jungen Leuten durch das Internet zurückgedrängt werden. Laut der Umfrage zeige sich aber, dass das Internet die Zeitung nicht verdrängt, sondern vielmehr ergänzt.
Der Untersuchungszeitraum für die Studie erstreckte sich von Frühjahr 2001 bis zum Frühjahr 2002. Dabei wurden nach Angaben des Instituts in Deutschland 21.513 Personen über 14 Jahre in persönlichen Gesprächen befragt. (anw)