SAP will Bestellprogramm-Spezialisten SAF kaufen
Pro SAF-Aktie will SAP 11,50 Euro zahlen und damit insgesamt knapp 64 Millionen Euro. Die zwei Hauptaktionäre mit ihren 37,8 Prozent haben sich bereits zum Verkauf ihrer Pakete verpflichtet.
Europas größter Software-Hersteller SAP setzt seinen Einkaufskurs fort. Heute Morgen gab das Unternehmen in Walldorf seine Übernahmeabsichten für den Schweizer Bestellprogramm-Spezialisten SAF Simulation, Analysis and Forecasting AG bekannt. Pro SAF-Aktie will SAP 11,50 Euro zahlen und damit insgesamt knapp 64 Millionen Euro. Am Freitag hatte die Aktie bei 10,50 Euro gestanden. Die zwei Hauptaktionäre mit ihren 37,8 Prozent haben sich bereits zum Verkauf ihrer Pakete verpflichtet.
SAF wurde nach Angaben von SAP 1996 gegründet und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Tochterunternehmen in den USA, der Slowakei und in Deutschland. SAF sei auf die Entwicklung, von Bestell- und Prognosesoftware für Handel, Logistik und Industrie spezialisiert. Das Unternehmen setze dabei auf Demand Chain Management, bei dem die Prozesskette vom Kunden und dessen Kaufverhalten gesteuert und optimiert werde. Darauf setze SAP im Rahmen einer seit 2002 bestehenden OEM-Partnerschaft.
SAP hatte in der jüngeren Vergangenheit mit der französischen Business Objects einen größeren Zukauf gestemmt. Für weitere Übernahmen in nächster Zeit will der Konzern bis zu 5 Milliarden Euro ausgeben. (anw)