Microsoft und Panasonic entdecken Musik, Fotos und Video auf CD

Die beiden Big Player aus den Bereichen Computer und Unterhaltungselektronik haben einen gemeinsamen Standard zum Austausch von Daten zwischen PC und CD bzw. DVD angekĂĽndigt.

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Unzählige Computeranwender spielen die Musikstücke, die sie aus dem Internet heruntergeladen haben, auch auf ihrem portablen MP3-Player ab oder betrachten ihre Aufnahmen aus dem letzten Urlaub auf dem Fernseher. Und nun haben auch Microsoft und Matsushita (mit der Marke Panasonic) die Möglichkeit entdeckt, Musik (voraussichtlich in Form von WMA-Dateien), Digitalfotos und -videos auf CD-R(W)s beziehungsweise DVD zu bannen, um diese dann auf Unterhaltungselektronik-Geräten wiederzugeben.

Offenbar wollen sie dabei aber nicht einfach den Weg gehen, den heute bereits Programme wie WinOnCD, Nero Burning ROM oder Ulead DVD PictureShow bieten. Stattdessen schufen sie unter dem Namen HighM.A.T. (High-Performance Media Access Technology) gleich einen eigenen -- zum Patent angemeldeten -- Standard, der die Prozedur des Überspielens auf Leermedien und das anschließende Abspielen auf Unterhaltungselektronik-Geräten angeblich deutlich vereinfachen soll.

Darüber, wie dies geschieht, schweigen sich die beiden Unternehmen indes aus. Bekannt gegeben wurde auf der offiziellen Website zum Standard nur, dass die endgültige Version von Windows Media 9 und künftige Fassungen des Windows Movie Maker HighM.A.T. unterstützen werden, ebenso einige CD- und DVD-Player der Firma Panasonic, die 2003 auf den US-Markt kommen sollen. Näheres dürften wir auf der kommenden Consumer Electronic Show im Januar erfahren -- im vergangenen Jahr kündigte Panasonic dort ja schon seine Unterstützung für Windows Media an. Und schließlich gab auch Fuji Photo als "erste von vielen Firmen" bekannt, den künftigen Standard unterstützen zu wollen. Hier werden wir uns wohl auf Digitalfoto-CDs freuen dürfen, die in Konkurrenz zu Kodaks Picture CD treten.

Für alle, die nun fürchten, ohne Produkte von Microsoft und Panasonic künftig nicht mehr alle Vorteile digitaler Medien nutzen zu können, gibt es auch eine beruhigende Nachricht: HighM.A.T. ist nach Aussagen seiner Entwickler voll abwärtskompatibel zu existierenden Standards. (nij)