Office-Paket gobeProductive wird Open Source
Nach dem Verkauf des unter BeOS populären Office-Pakets an Free Radical Software will der neue Besitzer die Software für Windows, BeOS und Linux in Kürze unter der GPL freigeben.
Nach dem Verkauf des Office-Pakets gobeProductive an Free Radical Software will der neue Besitzer die unter BeOS populäre Software für Windows, BeOS und Linux unter der GPL freigeben. Free Radical Software wurde erst kürzlich von Bruce Q. Hammond gegründet, der bereits den bisherigen Hersteller Gobe Software 1997 mit aufgebaut hatte. Dort wollte er sich seinen Traum erfüllen, leistungsfähige Software zu entwickeln, die jeder leicht bedienen könne. Erfahrungen sammelte Hammond zuvor schon bei Claris und Apple, wo er das integrierte Paket ClarisWorks, das Apple nach dem Kauf von Claris in AppleWorks umbenannte, zur erfolgreichsten Apple-Anwendung machte.
Mit seiner neuen Office-Suite setzte Hammond ganz auf das Betriebssystem BeOS, für das er die umfangreichste Anwendung auf den Markt brachte. Unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint das Paket Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Zeichen- und Präsentationssoftware inklusive Bildbearbeitung. Nach dem Niedergang des Betriebssystems portierte Gobe die Software auf Windows und brachte diese Ausgabe im Frühjahr heraus. Eine Linux-Version ist schon seit längerer Zeit in Arbeit, befindet sich aber noch im Pre-Alpha-Stadium.
Nachdem sich Hammonds neue Firma die Rechte sicherte, das Paket weiterentwickeln und vermarkten zu dürfen, will Free Radical Software den Quelltext innerhalb von 90 bis 120 Tagen unter der GNU General Public License (GPL) freigeben. Von der Open-Source-Gemeinde erhofft sich Hammond, dass sie die Software weiter verbessert. Geld verdienen möchte er mit speziellen Varianten für Nischenmärkte, die auf diesen Weiterentwicklungen aufbaut, wie er in einem Interview mit OSNews erläuterte. ()