Macworld an US-Ostküste zukünftig ohne Apple-Beteiligung
Apple will offensichtlich nicht mehr an den Mac-Messen in New York und Boston teilnehmen.
US-Berichen zufolge will Apple nicht mehr an den Mac-Messen in New York und Boston teilnehmen. Der Veranstalter der Messen, IDG World Expo, hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass die Macworld 2004 nach Fertigstellung des Bostoner Convention Center von New York nach Boston zurückkehren werde. Von dort war die Messe erst 1998 in die Stadt am Hudson umgezogen.
Die Rückkehr nach Boston scheint Apple nicht zu gefallen. In einer kurzen Stellungsnahme nach Bekanntwerden dieser Entscheidung hat Apple erklärt, nicht an einer Macworld Expo in Boston teilnehmen zu wollen. Und wenn IDG nicht länger auf New York setze, würde man auch die Teilnahme an der letzen dortigen Macworld Expo 2003 überdenken. An den Messen in San Francisco am Jahresanfang wolle Apple jedoch weiterhin teilnehmen.
Charlie Greco, Präsident und CEO von IDG World Expo, zeigt sich indes wenig beeindruckt von der Apple-Absage. Die Messen in New York und Boston würden durchgeführt. "Wir hätten es gerne, wenn Apple wie in den vergangenen 18 Jahren teilnähme, aber wenn sie aus uns unbekannten Gründen entscheiden, nicht zu kommen, sind wir auch mit 250 statt 251 Ausstellern zufrieden."
Ob der Messeort New York Apple tatsächlich besser als das provinziellere Boston gefällt -- etwa weil Big Apple die Hochburg der Kreativen an der Ostküste ist, die bekanntlich auf die Rechner mit dem angebissenen Apfel schwören --, sei dahingestellt. Möglicherweise muss das Unternehmen sparen. Das Ergebnis des gerade abgeschlossenen Quartals war rot: 45 Millionen US-Dollar Verlust musste Apple hinnehmen.
Außerdem will Apple erklärtermaßen zukünftig neue Produkte unabhängig von Messen vorstellen. Die Firma möchte so dem Effekt entgegenwirken, dass die Rechnerverkäufe vor den Macworld Expos deutlich nachlassen, da die Mac-Gemeinde auf neue Produkte hofft.
Schwindende Kontakte zu potenziellen Kunden muss Apple auch ohne eine Macworld Expo in New York oder Boston wohl nicht befürchten: Die 42 Apple Retail Stores -- davon befinden sich allein 11 an der Ostküste -- verzeichnen mehr als 100.000 Besucher pro Woche. Eine Stippvisite in einem Apple-Laden ist im Unterschied zur Messeeintrittskarte zudem kostenlos, eine unterhaltsame Präsentation vom iCEO Steve Jobs bekommt man dafür aber auch nur im Ausnahmefall geboten. (adb)