Elsa lebt in Japan weiter

Das Consulting-Unternehmen Technology Joint Corporation hat die japanische Niederlassung von Elsa Japan vollständig übernommen.

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Vom Juniorpartner zum Alleinherrscher: Die japanische Technology Joint Corporation (TJC) hat die japanische Niederlassung von Elsa Japan vollständig übernommen. Zuvor war TJC zu 5 Prozent an dem Joint Venture beteiligt, der Rest lag in den Händen der nunmehr insolventen Elsa AG. Die Dependance soll unter dem alten Namen weitergeführt werden. Über den finanziellen Hintergrund der Vereinbarung, die nach Verhandlungen mit Insolvenzverwalter Thomas Georg geschlossen wurde, ist noch nichts bekannt gegeben worden.

Elsa Japan hat seinen Sitz in Tokio. Das Joint Venture, das seit Dezember 1997 besteht, vertreibt unter anderem Grafikkarten, digitale Videoschnittlösungen, Software und betreibt Service auf dem japanischen Markt. Laut Angaben von TJC konnte Elsa Japan ein stetiges Wachstum vorweisen. Nach der Insolvenz des Mutterkonzerns seien in Japan alle Anstrengungen unternommen worden, Vertrieb, Service und Support für die bestehenden Kunden sicherzustellen. Das Consulting-Unternehmen TJC ist nach eigenen Angaben in den Bereichen Sicherheitstechnologien, Computergrafik und Multimedia tätig. Kerngeschäft ist demnach die Förderung internationaler Technologien im Bereich der Computergrafik in Asien mit Schwerpunkt auf Japan.

Anfang Mai wurde bei Elsa die Insolvenz eröffnet. Zur gleichen Zeit gründeten sich zwei Unternehmen, die Teile der Produktpalette in ihr Angebot aufgenommen haben: Lancom Systems, die auch einen kostenpflichtigen Reparaturservice für Elsa-Lancom-Produkte anbieten, sowie die Devolo AG, die Datenkommunikationslösungen für Privatkunden und gewerbliche Anwender entwickelt und vermarktet. Jüngste Spekulationen über eine Wiederkehr der Elsa AG wurden bislang nicht bestätigt. (anw)