Digitale Signatur auf GeldKarte wird möglich

Der Zentrale Kreditausschuss genehmigt ein Chipkarten-Betriebssystem, mit dem sich die digitale Signatur auf der GeldKarte integrieren lässt.

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Der Zentrale Kreditausschuss hat für das Chipkarten-Betriebssystem SECCOS (Secure Chip Card Operating System) von Giesecke & Devrient (G&D) die Zulassung erteilt. Mit SECCOS lassen sich neben der elektronischen Geldbörse auch Funktionen zum Verschlüsseln und digitalen Signieren von Transaktionen auf der GeldKarte integrieren. Außerdem unterstützt das System weitere Anwendungen wie den HBCI-Standard (Home Banking Computer Interface).

Banken und Sparkassen könnten ihren Kunden damit eine Multifunktionskarte anbieten. Seit Mai gibt die HypoVereinsbank in einem Pilotprojekt bereits Servicekarten mit elektronischer Signaturfunktion aus, auf deren Mikroprozessor SECCOS läuft. Die digitale Signatur erhöht die Sicherheit beim Online-Banking. Auch andere Transaktionen wie die Kontoeröffnung lassen sich damit übers Internet abschließen, ohne dass sich der Kunde zusätzlich legitimieren muss.

Doch mit der Karte allein ist es nicht getan. Der Kunde benötigt eine Signatur und einen Kartenleser; beides kostet Geld. Ob die Multifunktionskarten sich durchsetzen können, wird letztlich vom Preis abhängen, den die Banken für die notwendigen Zusätze verlangen.

Neben der GeldKarte, von der über 50 Millionen Exemplare ausgegeben wurden, zielt G&D mit SECCOS auf einen noch größeren Markt: Die Kreditkartenunternehmen Europay, Mastercard und Visa arbeiten an smart-e, einer international einsetzbaren Chipkarte. SECCOS unterstützt die dafür erarbeitete EMV-Spezifikation. (ad)