Bertelsmann will sich angeblich von Pixelpark trennen
Der Internet-Dienstleister Pixelpark steht laut einem Zeitungsbericht auf der Verkaufsliste des GĂĽtersloher Medienkonzerns.
Der Internet-Dienstleister Pixelpark soll nach einem Zeitungsbericht verkauft werden. Wie der "Euro am Sonntag" unter Berufung auf "gut unterrichtete Kreise" schreibt, will der Medienkonzern Bertelsmann seine defizitäre Multimedia-Tochter Pixelpark an die Düsseldorfer Unternehmensberatung Droege & Comp. verkaufen. Ein Sprecher von Bertelsmann sagte dazu am Samstag, das Unternehmen äußere sich nicht zu Spekulationen. Laut Zeitung sind die Gespräche bereits weit fortgeschritten; verhandelt werde derzeit nur noch über den Preis. Erhalten werden soll nur der profitable Pixelpark-Standort Köln.
Bertelsmann-Chef Gunter Thielen hatte am Donnerstag angekündigt, das Unternehmen werde sich aus Internet-Aktivitäten zurückziehen, die keine Gewinne bringen. An Pixelpark wolle der Medienriese aus Gütersloh jedoch festhalten. "Aber wir müssen da noch mal zurückschneiden." Nach vorläufigen Zahlen erwartet Pixelpark im dritten Quartal 2002 einen deutlichen Umsatzrückgang von etwa 30 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Dieser werde das operative Ergebnis deutlich belasten, hatte Pixelpark mitgeteilt, ohne dies näher zu beziffern. Für das 4. Quartal sei keine kurzfristige Markterholung in Sicht. 2001 hatte Pixelpark einen Rekordverlust von 86 Millionen Euro ausgewiesen bei einem Umsatz von 81,3 Millionen Euro. Nach misslungenen Zukäufen und Rückschlägen im Ausland konzentriert sich das Unternehmen zurzeit wieder auf das Kerngeschäft. (dpa)/ (em)