Britische Regierung soll BBC-Netz geknackt haben

Ein BBC-Redakteur vermutet, Regierungsangestellte hätten das interne Computernetz der BBC geknackt, um an noch nicht veröffentlichte Manuskripte der Journalisten zu kommen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Für viel Aufregung hat ein Vorabdruck aus dem Buch News from No Man's Land in der britischen Zeitung Sunday Telegraph gesorgt: BBC-Redakteur John Simpson berichtet darin, die britische Regierung habe mehrfach versucht, BBC-Berichte zu beeinflussen, bevor diese ausgestrahlt wurden. Simpson vermutet, Regierungsangestellte hätten das interne Computernetz der BBC geknackt, um an die noch nicht veröffentlichten Manuskripte der Journalisten zu kommen.

Die britische Regierung wies die Vorwürfe als "kompletten Unsinn" zurück. Die britische Zeitung The Guardian hatte berichtet, bei der BBC gebe es eine interne Untersuchung, ob ein ehemaliger Angestellter des Senders sich unbefugt Zugriff auf das System verschafft haben soll. In einer später verbreiteten Erklärung wollte der Sender allerdings zu Sicherheitsfragen keinen Kommentar mehr abgeben. Die Berichterstattung der BBC sei jedoch, betonte der Sender, zu keinem Zeitpunkt beeinflusst worden. (wst)