IBM gründet Abteilung für "autonomic computing"

IBM forciert Computersysteme, die sich selbstständig optimieren, konfigurieren, Fehler entdecken und beheben sowie Sicherungsaufgaben übernehmen -- in Analogie zu biologischen Nervensystemen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Mit einer in seine Software-Sparte eingegliederten neuen Abteilung befördert IBM seine autonomic-computing-Initiative von einem reinen Forschungsprojekt zu einer strategischen Planungsabteilung. Die vor rund einem Jahr mit einem beträchtlichen PR-Rummel verkündete Vision vom autonomic computing umfasst Computersysteme, die sich selbstständig optimieren, konfigurieren, Fehler entdecken und beheben sowie Sicherungsaufgaben übernehmen sollen -- in Analogie zu biologischen Nervensystemen. Nach Auffassung von IBM ist es zwingend notwendig, solche Systeme zu entwickeln, weil der IT-Sektor die zunehmende Komplexität seiner Systeme bald nicht mehr in den Griff bekommt.

Obwohl die Entwicklung von sich selbst konfigurierenden, schützenden und heilenden Computersystemen noch einige Jahre dauern wird, soll die neue Abteilung dafür sorgen, dass bereits funktionierende technische Komponenten solcher Systeme -- wie beispielsweise das Projekt eLiza zur Selbstverwaltung von Server-Clustern -- bereits jetzt in existierende IBM Soft- und Hardware integriert werden. Gleichzeitig soll die Sparte, gemeinsam mit Partnern, offene Standards entwickeln. Die Einführung der neuen Systeme soll so schrittweise ermöglicht werden. (wst)