Nokia und IBM gemeinsam im Mobilfunk-Boot

Nokia und IBM wollen gemeinsam Software entwickeln, um Musik und andere Inhalte ĂĽber kabellose Netzwerke auf Mobiltelefone zu ĂĽbertragen.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Nokia und IBM wollen gemeinsam Software entwickeln, um Musik und andere Inhalte über kabellose Netzwerke auf Mobiltelefone zu übertragen. Ziel der angekündigten Kooperation sei es, den Markt für mobile Dienste, der bislang hauptsächlich von Sprach- und einfachen Textnachrichten lebt, zu erweitern, berichtete die New York Times. Analysten werten die Zusammenarbeit außerdem als einen Versuch, sich gegen die Marktmacht von Microsoft zu stemmen. Als Programmiersprache des gemeinsamen Projekts soll Java vom Microsoft-Rivalen Sun Microsystems zum Einsatz kommen.

Der weltgrößte Computerhersteller IBM und der führende Mobiltelefonbauer Nokia gelten als starke Befürworter der im vergangenen Monat gegründeten Industrie-Initiative Open Mobile Alliance. Sie setzt sich für offene Standards in der Telekommunikationstechnik ein. Obwohl Microsoft zu den rund 200 Mitgliedern gehöre, stehen nach Meinung von Fachleuten viele Mobiltelefonproduzenten dem weltgrößten Softwarehersteller skeptisch gegenüber.

Zumindest gegenwärtig gibt es aber wenig Anlass, eine ähnlich erdrückende Dominanz der Redmonder im Mobilfunkmarkt zu fürchten wie sie im Markt der PC-Betriebssysteme gegeben ist. Mit Sendo gibt es bisher nur einen Mobiltelefon-Hersteller, der ein viel versprechendes Gerät mit Microsofts Handy-Betriebssystem Smartphone PC 2002 auf den Markt bringen will -- und bisher mangelt es dem Z100-Handy trotz immer wieder hinausgezögerter Markteinführung noch an Serienreife, laut Sendo wegen "technischer Probleme mit dem Betriebssystem". (dz)