Computer bei Schweizer Lebensversicherer verrechnen sich

Swiss Life musste wegen eines Fehlers im Computersystem ihr Halbjahresergebnis für 2002 korrigieren und damit einen höheren Verlust ausweisen.

vorlesen Druckansicht 48 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • David Adamczewski

Die Schweizer Lebensversicherungsgesellschaft Swiss Life musste wegen eines Fehlers im computergestützten Wertschriftenverwaltungssystems ihr Halbjahresergebnis für 2002 korrigieren. Wie Swiss Life heute mitteilte, habe das im Frühjahr eingeführte elektronische System nicht einwandfrei funktioniert. Daher musste der Halbjahresverlust nach Steuern um 192 Millionen Schweizer Franken (131 Millionen Euro) auf 578 Millionen Schweizer Franken (393 Millionen Euro) geändert werden. Erst im letzten Monat korrigierten die Schweizer die Halbjahresergebnisse für 2001.

Auf den Fehler ist die Revisionsstelle von Swiss Life, PricewaterhouseCoopers, aufmerksam geworden. Das Unternehmen hatte den Halbjahresbericht wegen der von Swiss Life geplanten Kapitalerhöhung näher durchleuchtet. Die Angaben zu Eigenkapital und Vermögensanlage blieben von einer Korrektur jedoch verschont.

Roland Chlapowski, Präsident der Konzernleitung, hat wegen des Fehlers in der Rechnungslegung entsprechende Konsequenzen angekündigt. So soll das Team des Rechnungswesens "qualitativ und quantitativ" verstärkt werden. Als zusätzliche Kontrollinstanz will Swiss Life auch den Halbjahresbeschluss zukünftig von der Revisionsstelle prüfen lassen. (daa)