Land unter im Telefonnetz

Durch Überschwemmungen ist der Telefonverkehr im Raum Chemnitz und Dresden stark beeinträchtigt oder ausgefallen.

vorlesen Druckansicht 354 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Durch Überschwemmungen ist der Telefonverkehr unter anderem im Raum Chemnitz und Dresden stark beeinträchtigt oder ausgefallen. Dort seien rund 70.000 bis 100.000 Kunden der Deutschen Telekom durch die Störungen betroffen, teilt das Unternehmen mit. Zu den betroffenen Gebieten gehören die Städte Dresden, Döbeln, Freiberg und Aue sowie die Landkreise Sächsische Schweiz, Weißeritzkreis, Mittlerer Erzgebirgskreis und der Kreis Aue/Schwarzenberg. Auch beim Telekom-Konkurrenten 01051 Telecom gibt es Schäden. Seit gestern Abend steht dessen Technikraum in Dresden unter Wasser. Dadurch sind zur Zeit in der gesamten Region Dresden Gespräche über den Anbieter nicht möglich.

Die Deutsche Telekom arbeitet nun daran, die Vermittlungsstellen und Kabelverbindungen vor den Hochwasserschäden zu schützen. "Alle verfügbaren Mitarbeiter der Deutschen Telekom sind in den Krisengebieten im Einsatz, um Störungen so schnell wie möglich zu beseitigen", erklärt der stellvertretende Telekom-Chef, Gerd Tenzer. Eine aktive Entstörung sei nur eingeschränkt möglich, da weite Landesteile von der Bundeswehr evakuiert werden oder wegen des Hochwassers nicht erreichbar seien. Neben direkten Störungen gebe es dazu noch massive Stromausfälle. Hiervon seien auch Mobilfunk- und Richtfunkeinrichtungen betroffen. Nun soll wenigstens die flächendeckende Erreichbarkeit der Notrufnummern 112 und 110 so schnell wie möglich wieder hergestellt werden.

Besonders schlimm entwickelt sich die Situation in Österreich. Wie der Onlinedienst ORF Futurzone meldet, ist in vielen Gemeinden in Ober- und Niederösterreich telefonieren im Festnetz nicht möglich. Immer wieder würden Wählämter überschwemmt und fielen daraufhin aus. Reparaturen seien nur beschränkt möglich, weil die Techniker nicht an die betroffenen Wählämter herankommen. Durch die Störungen im Festnetz sei auch der Mobilfunk betroffen. Neben Ausfällen bei den Anbindungen der Mobilfunk-Basisstationen hätten die Mobilfunknetze ein Gesprächsaufkommen zu verkraften, als würden Weihnachten und Sylvester auf einen Tag fallen, meint der Anbieter Mobilkom. (anw)