Bandai-Tochter startet in Europa mit i-mode-Angeboten

Vom Informations- zum Unterhaltungsmedium: Bandai Networks möchte zum "aggressiven Mitspieler" auf dem Markt für Inhaltsangebote bei Mobilfunkdiensten werden.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Bandai Networks, Tochter des Spielekonzerns Bandai, will gemeinsam mit dem Internet-Anbieter Livin' on the EDGE nun auch in Europa Inhalte fĂĽr den mobilen Internet-Dienst i-mode des japanischen Mobilfunkriesen NTT DoCoMo vertreiben. Bis zum Ende des Jahres will das Unternehmen mit den Angeboten starten; die Muttergesellschaft wurde unter anderem mit Spielefiguren wie den "Power Rangers" oder "Digimon" bekannt; die Firma produziert auch aus einzelnen Mangas Fernsehsehrien.

Damit kommt einer der ersten i-mode-Anbieter, der mit seinen Offerten den Dienst in Japan vor allem als Unterhaltungsangebot populär machte, nach Europa, wo i-mode bislang vor allem als professionelles Informationsmedium vermarktet wird. Ende August nutzten nach offiziellen Zahlen in Deutschland über die KPN-Tochter E-Plus und in den Niederlanden über KPN Mobile rund 100.000 Mobiltelefonierer den Dienst. Ungefähr 180 Angebote gibt es nach Angaben von KPN bereits für i-mode. In Belgien ist der Dienst bei der KPN-Tochter Base gerade gestartet, in Frankreich will ihn Bouygues Telecom einführen.

Bei der neuen Kooperation für Unterhaltungsangebote per i-mode ist Bandai-Networks für die Aufbereitung der Inhalte verantwortlich. Livin' on the EDGE wird durch die Tochtergesellschaften in Deutschland und Spanien für die Server- und Kommunikationstechnik sorgen sowie Support bereitstellen. Die beiden Firmen betonten, dass sie die Absichten hätten, "aggressive Mitspieler" im europäischen Markt zu werden. (jk)