Standards für realistischeres Computerverhalten in Spielen

Ein US-Komitee arbeitet derzeit Standards für eine realistischere Künstliche Intelligenz in Computerspielen aus.

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Von
  • David Adamczewski

So mancher hat sich bisher über die künstliche Intelligenz in Computerspielen gewundert. Da stolpern Soldaten in gegnerisches Mündungsfeuer, ohne hinter Bäumen und Felsen Deckung zu suchen. In einem anderen Moment stehen sich zwei Rohstoffsammler an einer Brücke stundenlang regungslos gegenüber. Wenn es jedoch nach dem Willen der amerikanischen International Game Developers Association (IGDA) geht, sollen solche und ähnliche Patzer bald der Vergangenheit angehören.

Deshalb hat die IGDA das Artificial Intelligence Interface Standards Commitee gegründet, das Standards ausarbeitet, die Simulationen in Spielen vereinfachen und realistischer gestalten soll. "Mit solchen Standards können die Entwickler virtuelle Charaktere erschaffen, die glaubwürdig und vor allem interessant sind", erklärt die IGDA ihre Entscheidung. Selbst Charaktere, die lernen und auf Situationen mit Emotionen reagieren, seien somit realisierbar.

Die heute ins Leben gerufene Initiative wird von zahlreichen Entwicklern, Akademikern, Middleware-Herstellern und anderen Experten unterstützt. Insgesamt zählt das Komitee bisher 65 Mitglieder. Auch Entwickler von namhaften Spielfirmen wie den Lionhead Studios, Ensemble Studios und LucasArts Entertainment wohnen dem Gremium bei. Bisher hat sich die unabhängige IGDA vor allem durch die Game Developers Conference, einen Treffpunkt für die Spielebranche, einen Namen gemacht. (daa)