BefĂĽrchtungen um die Cyber-Sicherheit der USA
In den USA wachsen die BefĂĽrchtungen vor einem terroristischen Anschlag auf die Computernetze.
In den USA wachsen die Befürchtungen vor einem terroristischen Anschlag auf die Computernetze. Für Sicherheitsexperten jenseits des Atlantiks ist der erste größere Anschlag nur noch eine Frage der Zeit. Ein ehemaliger Nachrichtenagent glaubt laut Computerworld, besonders symbolträchtige Unternehmen der US-Wirtschaft seien in Gefahr. Dazu zählt er General Electric, General Motors und IBM.
Eric Shaw, früher beim CIA tätig und nun bei Stroz Associates, einer Beratungsfirma für Cyber-Sicherheit, meint, besonders gefährdet seien weltweit Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit Israel oder Indien unterhielten. Beispielsweise habe ein Mitglied der Al Qaida, das im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das indische Parlament im Dezember 2001 verhaftet wurde, Informationen preisgegeben, nach denen Microsoft Ziel einer Cyber-Attacke werden solle. Aus dem Hause des Softwareriesen heißt es, die indische Regierung sei zwar noch nicht auf das Unternehmen zugekommen, dennoch nehme Microsoft solche Warnungen ernst. Man habe entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen.
Zwar ist es in den USA noch nicht zu Anschlägen auf Computernetze gekommen, die die Infrastruktur und die Ökonomie des Landes gefährden, doch wird das Thema beständig diskutiert. Vor kurzem startete US-Präsident Bush eine Netzwerk-Initiative, damit die Netze in den USA künftig besser geschützt sind.
Howard Schmidt, Vizepräsident des Critical Infrastructure Protection Board (CIAO) und Berater von US-Präsident Bush, denkt langfristiger und warnt vor zukünftigen "Cyber-Katastrophen". Viele Bereiche der US-amerikanischen Infrastruktur seien jetzt schon äußerst anfällig und würden künftig noch anfälliger sein, wenn nicht mehr für die Sicherheit getan werde.
Schmidt erläuterte auf einer Konferenz der Information Systems Audit and Control Association (ISACA), dass es im Jahre 2009 weltweit sechs Milliarden Geräte mit einer IP-Adresse geben wird, ein Drittel davon in den USA. Darunter seien dann außer Computern auch Verkehrsampeln, Fahrstühle oder auch Herzschrittmacher. Je mehr Geräte oder Einrichtungen über das Internet gesteuert werden können, desto anfälliger das ganze System, so die Annahme. (anw)