Rückläufiges Ferngesprächsgeschäft bei AT&T

Das größte US-Ferngesprächs- und Kabelfernseh-Unternehmen, AT&T, hat im dritten Quartal insgesamt einen Umsatzrückgang verbucht.

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Von
  • Jürgen Kuri

Das größte US-Ferngesprächs- und Kabelfernseh-Unternehmen, AT&T, hat im dritten Quartal 2002 einen Umsatz von zwölf Milliarden US-Dollar verbucht; im Jahresvergleich bedeutet dies einen Umsatzrückgang von 8,3 Prozent. Nach Angaben von AT&T sei dies vor allem auf das schwächere Ferngesprächsgeschäft zurückzuführen. Die nationalen und transnationalen Ferngespräche sind der Hauptumsatzträger von AT&T -- nachdem die lokalen Telefongesellschaften ("Baby Bells") vor Jahren durch ein langjähriges Kartellverfahren von "Ma Bell" abgespalten wurden und kürzlich die Mobilfunksparte freiwillig in die Selbstständigkeit entlassen wurde.

Der Umsatz mit Geschäftskunden im Ferngesprächsbereich betrug 6,7 Milliarden US-Dollar, ein Minus von 1,6 Prozent. Bei den Privatkunden ging der Umsatz um 25,9 Prozent auf 2,79 Milliarden US-Dollar zurück. Allein der Breitband-Bereich (zu dem die TV-Kabelsparte gehört) verbuchte einen Umsatzzuwachs um 8,2 Prozent auf 2,55 Milliarden US-Dollar.

Der Gewinn von AT&T belief sich auf 207 Millionen US-Dollar; im gleichen Zeitraum des Vorjahrs waren es 11,3 Milliarden US-Dollar. In diesem Betrag waren allerdings 13,5 Milliarden US-Dollar durch die Verselbstständigung von AT&T Wireless enthalten; unter Einbeziehung von einmaligen Posten betrug der Gewinn im dritten Quartal 2002 1,19 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal noch soll der Verkauf der Kabelfernsehsparte an Comcast endgültig über die Bühne gehen; mit AT&T Comcast entsteht der größte US-amerikanische Kabelfernsehbetreiber. AT&T selbst wird dann nur noch Geschäfte mit Verbrauchern und Geschäftskunden im Ferngesprächsbereich machen. (jk)