Staatsanwalt prüft Vorwürfe gegen GE CompuNet
Nun sind weitere Vorwürfe gegen den IT-Dienstleister laut geworden -- Lieferanten-Rechnungen sollen absichtlich nicht per Ultimo bezahlt worden sein.
Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ein Vorprüfungsverfahren gegen den IT-Dienstleister GE CompuNet eingeleitet. Damit reagiert der Oberstaatsanwalt auf eine anonyme Anzeige, in der mutmaßliche Firmenmitarbeiter die Tochtergesellschaft des US-Mischkonzerns GE beschuldigten, die Bilanz mit fiktiven Buchungen aufgebläht zu haben.
Nach Informationen des Nachrichtensenders n-tv sind außerdem Lieferanten-Rechnungen bei der Elektrotechniksparte GE Power Controls per Ultimo nicht bezahlt worden. Sie seien teilweise deutlich über das Zahlungsziel hinaus verschleppt worden, um Monats- und Quartalsvorgaben nicht zu gefährden, meldet n-tv.
Bei CompuNet weist man die Anschuldigungen weiterhin zurück. "Das Schreiben liegt uns nach wie vor nicht vor und auch die Staatsanwaltschaft hat sich nicht gemeldet. Es handelt sich ja aber auch nur um ein Vorprüfungsverfahren", so Firmensprecherin Uta Letzel gegenüber heise online. Dennoch reagiert das Unternehmen mit einer internen Untersuchung der Vorwürfe -- unter Einbeziehung externer Spezialisten. Die Untersuchung beginnt heute, Details wollte die Sprecherin nicht nennen. (tol)